Die Entdeckung der Langsamkeit

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eine Interpretation des Segelschiffes von John Franklin

Heute geht es um ein Buch, das mich etwas zum Nachdenken bewegt hat. 

Ich beginne mal mit einem kurzen Zitat aus dem Buch. Dieses beschreibt sehr gut den Hauptcharakter. 

 

„Schon in seiner Kindheit ist John Franklin langsamer als alle anderen Kinder in seinem Umfeld. Während seine Freunde einfach und ohne Probleme einen Ball fangen können und mit diesem spielen, ist John Franklin ein Außenseiter. Beim Ballspielen hat er nur eine Nebenrolle. So hält John stundenlang die Schnur des Ballspiels, während die anderen vergnügt und mit großer Freude ihrem Hobby nachgehen.“ (Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit).

 

Eine sehr kurze Zusammenfassung

 

Der Roman handelt von einem Mann, der seit er Kind ist, sehr langsam unterwegs ist. Im Denken, im Sprechen, im Fragen, im Beantworten, in einfach allen Bereichen. Er findet zum Beispiel die Beobachtung von Buchstaben spannender als das Lesen von Wörtern. 

In jungen Jahren beschließt er aus Trotz noch langsamer zu werden. Zeitweise denkt er, er wäre ein Riese, der sich einfach langsamer bewegt. 

Irgendwann entwickelt er eine Leidenschaft für das Meer und die Seefahrt. Das Ganze spielt im 18/19 JHD, in dem die Seefahrer die Welt erkunden. Er nutzt seine Langsamkeit um z.b. die Seenaviagtion genau zu studieren und sich über alles mögliche Gedanken zu machen und auf viele Fragen Antworten zu finden. 

Später wird er Kapitän auf verschiedenen Expeditionen in die Arktis. Ihn zeichnet, durch seine extreme Langsamkeit, eine große Ruhe und Gelassenheit aus. Er nimmt sich immer genügend Zeit für Antworten oder Entscheidungen. So übersteht er zum Beispiel auch eine schlimme Kältewelle und Hungersnot bei einer Expedition, obwohl sein Team jegliche Hoffnung aufgegeben hatte. Schlussendlich, kann er in seinen späten Lebensjahren nochmal auf eine Expedition zur Entdeckung der Nord-Süd Passage aufbrechen und diese meistern, auch wenn er dabei an einem Herzinfarkt stirbt. Sein Lebensziel hatte er erreicht und ging in die Geschichtsbücher der damaligen Zeit ein. 

 

Meine persönlichen Gedanken

 

Wer mich kennt weiß, dass ich ein eher schneller Mensch bin. In anderen Worten, ich bin öfters ungeduldig oder energiegeladen. Ich möchte Dinge angehen, am liebsten sofort. Wenn mir eine Idee in den Sinn kommt und ich diese für gut erachte, beginne ich sofort mit der Lösungsfindung.

Dieser Umsetzungsdrang hat sicherlich seine Vorteile. Jedoch merke ich, dass man nicht alles gleichzeitig machen kann. Das ganze spiegelt sich natürlich auch im beruflichen Umfeld.

Ist man im Produktmanagement tätigt, merkt man sehr schnell, dass unterschiedlichste Leute unterschiedlichste Ideen haben. Jeder möchte natürlich sofort seine Idee umgesetzt haben. Auch wenn diese oftmals gute und wichtige Ideen sind, kann immer nur ein bestimmter Anteil umgesetzt werden.

 

Kurze Exkursion zum magischen Dreieck Zeit-Geld-Umfang

 

Die Umsetzung von Ideen brauchen Zeit. Und Zeit kann nur begrenzt durch andere Sachen ersetzt werden. Es gibt dazu das magische Dreieck. Das kennen sicher die meisten von euch. Im Grunde beschreibt es den Zusammenhang aus Zeit, Qualität und Umfang. Es besagt, dass man sich maximal auf zwei konzentrieren kann. Entweder wird etwas sehr schnell umgesetzt mit hoher Qualität. Dann entsteht aber nur ein Bruchteil des vollen Umfanges. Oder die Qualität leidet und es entsteht z.b. Software Code, der später überarbeitet werden muss. Ziel ist es aber alle Punkte in Balance zu halten. Stellt man wieder die Verbindung zum Thema Dauer / Zeit her, lässt sich feststellen, dass man die Zeit aber nie endlos kürzen kann. 

 

 

Übertragung auf das Produkt/Projektmanagement

 

Es gibt vermutlich eine maximale Geschwindigkeit, wie ein Projekt abgearbeitet werden kann. 

Man startet mit einer festen Vorstellung von Umfang, Zeit und Geld(/Ressourcen). 

Am Anfang startet das Team erstmal sehr langsam. Alles muss sich einschwingen. Dazu wieder ein kleiner Exkurs. 

 

Nach Tuckman, einem amerikanischen Psychologe gibt es 4 bzw. 5 verschiedene Teamphasen. Vermutlich haben die meisten auch schon davon gehört. Zu Beginn startet es immer mit einer Findungsphase, man lernt sich und die Umgebung kennen. Danach finden erste Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten statt. Gefolgt von einer Normierungsphase, bei dem sich das Team auf gewissen Regeln einigt. Jedes Teammitglied hat dann seine Rolle gefunden und es herrscht eine Akzeptanz untereinander. 

Erst dann erfolgt die Performing Phase, bei dem das Team richtig produktiv werden kann. 

Wer da mehr lesen möchte: Wikipedia. 

 

So halten wir also fest, um die maximale Geschwindigkeit zu erreichen, muss sich das Team durch verschiedene Phasen bewegen und durchleben. Das geht auch nicht innerhalb von kurzer Zeit.

Ist das Team jetzt noch über Standorte verstreut, braucht das vermutlich nochmal mehr Zeit. Wird das Team größer verändert, beginnt das alles von Vorne. 

 

Jetzt ist die nächste entscheidende Fragen, was setzt das Team in einem Zeitabschnitt um. 

Dabei kommt der Product Owner ins Spiel. Er definiert dabei die Userstories bzw. Aufgaben in priorisierter Reihenfolge. Er trägt also auch zur Teamperformance bei. 

 

Hier kommt jetzt wieder der Bezug zum Buch. Also Product Owner ist man ein Stück weit der Kapitän des Entwicklungsteams. Man gibt zumindest den Kurs vor. Man setzt die Ziele für die nächsten Etappen (Sprints) und versucht auf Kurs zu bleiben. 

 

Tritt man einen Schritt zurück, lässt sich für mich folgendes schlussfolgern. Dinge brauchen Zeit. Dies macht der Author des Romans sehr deutlich. Man kann gewisse Errungenschaften, wie die Entdeckung der Nord-West Passage in der Arktis nicht einfach überstürzen. Genau so brauchen bestimmte Entwicklungsphasen von Softwareprojekten eine gewisse Zeit. 

In unser heutigen Zeit, die recht rasch voranschreitet, ist es also wichtiger den jeh auch mal langsam, gelassen und besonnen zu werden. Sich Zeit zu nehmen und den Kurs bestimmen und die Segel setzen. 

 

Also genießt den Sonntag, nehmt euch ein paar Minuten und überlegt, wo ihr Segel setzten könnt. Ergänzt mit etwas Langsamkeit und Gelassenheit.

 

Ein guter Start in die Woche

Alkly

 

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Eintrag 20: Zeichnung: Frankfurt aus dem ICE

Zu meinem 20. Eintrag auf Alkly.de wage ich etwas. Ich nehme euch in die Welt von Alklys spontanen, schnell gekritzelten Skizzen. 

Auf den ersten Blick mag man sie vielleicht belächeln, das ist auch völlig in Ordnung. 

 

Es zeigt aber den Blick aus dem ICE in die Frankfurter Innenstadt. Durch die geschwungenen Linien möchte ich die Geschwindigkeit und Unruhe der Stadt darstellen. Trotz allem bilden im Hintergrund massive Hochhäuser, typisch für Frankfurt, eine stabile Basis. 

 

Allgemeine Blog Gedanken, Rückblick

Ich persönlich hätte vor einem Jahr noch nicht gedacht, dass ich wirklich einen Blog veröffentliche. Nun ist es doch geschehen. Nach nun 20 Einträgen kann ich einen kleinen Rückblick geben.

Es ist wirklich harte Arbeit. 

Die Zeit für Einträge zu finden ist manchmal echt knapp. Oftmals musste mein Sozialleben am Sonntag darunter leiden. 

Das muss ich in Zukunft noch besser in meinen Alltag, abseits vom Sonntag einplanen. 

Schreiben ist nach wie vor immer eine Herausforderung für mich. Ich arbeite aber daran. 

 

Die Skizzen machen mir nach wie vor Spaß. Ich möchte sie in Zukunft aber mehr auf mein Post abstimmen. Sonst macht das beides in einem Beitrag nicht sehr viel Sinn. 

 

Danke auch für eure zahlreichen Klicks und hin und wieder Kommentare in Facebook/Posts. 

 

Ihr dürft gerne weiterhin Themen vorschlagen, am besten unter Kontakt

 

Infos zu Blog

Ich habe die letzten Tage angefangen, den Blog etwas zu optimieren. (erste Landingpage, Favicon, Rss Link)

Ich werde mich in Zukunft noch mehr auf das Thema Product Owner fokussieren, aber immer mal wieder etwas übergreifendere Themen vorstellen. 

Es gibt eine nun auch eine Übersicht aller Skizzen: Zeichnungen.

 

 

Eine gute Woche

Alkly

 

 

 

 

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Frage immer erst nach dem Warum

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Ein Kompass.

Warum erreichen manche Unternehmen unvorstellbare Erfolge? Warum scheitern manche, die genau gleiche Marktchancen, Geld und Mitarbeiter haben? 

Warum kaufen wir manche Produkte und warum manche nicht? 

 

Mit diesen Fragen möchte ich heute das Thema „Warum“ angehen. Ich teile euch heute die Gedanken von Simon Sinek und seinem recht bekannten TED Talk

Das Ganze übertrage ich dann auf Scrum. 

 

Als Beispiel der Theorie wird Apple verwendet. Warum ist Apple so erfolgreich? Apple ist doch eigentlich auch nur ein anderer PC Hersteller? 

Nach der These von Simon Sinek ist der Hauptgrund hierfür, dass Apple gerade das „Warum“ genau weiß und erklärt.

Um das Konzept zu erklären, stellt er folgenden goldenen Kreis vor:      

 

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Zeit haben, Zeit nehmen - keine Antwort

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Handskizze vom Eiffelturm, erbaut von 1887-1889

 

Mich beschäftigt seid einiger Weile das Thema Zeit und Zeitdauer. 

Zeit im Bezug auf Projektfortschritt aber auch im Bezug auf die Freizeit. 

Dabei stellen sich mir unzählige Fragen. 

Heute möchte ich nur ein paar Fragen in den Raum werfen. Beantworten werde ich sie nach und nach. 

 

Wie lang darf etwas dauern?

Wie lang schätze ich, dass etwas dauert?

Was ist die richtige Zeit?

Wieviel Zeit nehme ich mir dafür?

Wieviel Zeit muss man sich dafür nehmen?

 

Der Eiffelturm wurde in knapp 3 Jahre erbaut.

Für die Skizze habe ich mir knapp 10 Minuten genommen.  

 

In einer Schulung hatte mal ein Referent eine spannenden Vergleich aufgestellt.

Man ersetzt in jeder Frage nach Zeit einfach den Begriff durch Leben.

Weil Zeit ist Leben. 

Das relativiert die Fragen von oben wieder etwas. 

 

Mit diesen Gedanken wünsche ich euch eine gute Woche. 

 

 

Viele Grüße

Alkly

 

 

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Der Umgang in Krisensituationen

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Eine getrocknete Chili. Entstanden für Geschenkgutschein für ein Essen

Mich beschäftigt seit kurzem das Thema Werte. Ich möchte euch meine Gedanken teilen.

 

Man liest in Büchern viel über Prozesse, Methoden und co. 

Also zum Beispiel: Wie setze ich meine Ziele? Warum benötige ich eine Roadmap? Was ist dies und jenes? Darüber habe ich auch die letzten Blog-Beiträge geschrieben. 

 

Die Frage, die sich mir aber stellt ist, was steckt hinter dem Vorhang. 

Was passiert, wenn die Lage ernster wird und es zu unangenehmen Situationen kommt.

 

Ich möchte hierfür das Beispiel von der Roadmap aufgreifen und etwas ausholen.

Letztes Mal hatte ich berichtet, dass man eine Roadmap als eine Art Weg für ein Ziel sehen kann. 

Nehmen wir mal an, man hat mit zwei Personengruppen zu tun. Personengruppe eins sind Kunden, Kooperationen oder Chefs. Zudem gibt es Personengruppe zwei, zum Beispiel die Entwickler. Also diejenigen, die die Roadmap umsetzen dürfen. 

 

Jetzt komme ich wieder auf meine Eingangsfrage zurück. Für was steht man?

Was sind meine Werte?

 

Ich behaupte, wenn alles gut läuft kommt man mit allen möglichen Wertesystemen durch. Jeder versteht sich, man kann oberflächlich bleiben. 

Spannend wird es erst, wenn etwas schief läuft! Was passiert, wenn ein einziger Plan nicht aufgeht? Wenn man sich verschätzt hat? Wenn Mitarbeiter ausfallen, Ideen und Hypothesen sich als falsch herausstellen? Dann wird es spannend. 

 

Meine Erfahrung ist, dass es sich lohnt, immer für die Wahrheit einzustehen. Egal in welchen Lebensbereichen finde ich, lohnt es sich für Wahrheit und Gerechtigkeit einzustehen. Dies geht einher mit seinen Fehlern zu erkennen und zu bekennen. 

Oftmals ist dieser Schritt kein leichter. Kurzfristig scheint vielleicht einfacher, die „Unwahrheit“ zu sagen. Man schafft es vielleicht ein Kunden hinzuhalten. Am Ende kommt aber immer die Wirklichkeit raus. 

In abgeschwächter Form äußert sich das oftmals auch im Team. Es ist immer einfacher, die Schuld auf andere zu schieben. Manchmal ist dies vielleicht auch der Fall, dass andere etwas „verbockt“ haben. Doch auch ich ertappe mich, es mir manchmal zu einfach zu machen. Schnell ist das Team schuld oder dies und jenes. 

Ich möchte euch hier ermutigen, das Bestes zu geben. Arbeitet an euren Fehlern und gebt diese auch zu. 

 

Ich habe ein paar Fragen, die ich euch zum Nachdenken mitgeben möchte. 

Was zeichnet euch aus? 

Was wünscht ihr euch, dass man von euch denkt?

Gesteht ihr euch auch mal einen Fehler ein? 

Für was steht ihr ein, wenn es mal unangenehm wird?

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