Frage immer erst nach dem Warum

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Ein Kompass.

Warum erreichen manche Unternehmen unvorstellbare Erfolge? Warum scheitern manche, die genau gleiche Marktchancen, Geld und Mitarbeiter haben? 

Warum kaufen wir manche Produkte und warum manche nicht? 

 

Mit diesen Fragen möchte ich heute das Thema „Warum“ angehen. Ich teile euch heute die Gedanken von Simon Sinek und seinem recht bekannten TED Talk

Das Ganze übertrage ich dann auf Scrum. 

 

Als Beispiel der Theorie wird Apple verwendet. Warum ist Apple so erfolgreich? Apple ist doch eigentlich auch nur ein anderer PC Hersteller? 

Nach der These von Simon Sinek ist der Hauptgrund hierfür, dass Apple gerade das „Warum“ genau weiß und erklärt.

Um das Konzept zu erklären, stellt er folgenden goldenen Kreis vor:      

 

Goldener Zirkel von Simon Sinek
Goldener Zirkel von Simon Sinek

 

Die Frage nach dem Warum ist der Mittelpunkt des Unternehmens. Es bildet den Grundgedanke, die Grundvision ab. 

Die nächste Schicht ist das wie? Wie erreicht das Unternehmen das Warum? 

Und danach folgt erst das Was? Also was genau macht das Unternehmen/Produkt?

 

Nun wieder zurück zu Apple. Die starten oftmals mit dem Warum.

Nehmen wir nun zwei Werbebotschaften an. Die erste ist eine typische Was-Botschaft. 

"We make great computers. They're user friendly, beautifully designed, and easy to use. Want to buy one?"

Eine Warum Botschaft sieht aber eher wie folgt aus:  

"With everything we do, we aim to challenge the status quo. We aim to think differently. Our products are user friendly, beautifully designed, and easy to use. We just happen to make great computers. Want to buy one?“

 

Spürt ihr beim Lesen auch den Unterschied? Durch das Erklären des „Warum“ spricht eine Beispielaussage von Apple ganz anders sein Gegenüber an. 

Simon Simek formuliert dazu die passende These:

„Menschen kaufen nicht, was man macht; sie kaufen, warum man etwas macht.“

Jetzt genug zur Theorie. Wie geht es euch damit? 

Wie handelt ihr täglich? 

 

Oftmals geht es mir so, dass ich im Alltag, egal ob privat oder beruflich, zu sehr im Umsetzen und Tun bin. Nehmen wir mal an, ihr seit auch im Produktmanagement oder Projektmanagement tätig. Man entwickelt ein neues Feature, weil man denkt, man braucht es. Man muss es so machen, weil es andere ja auch so machen.

Man kann noch einen Schritt weiter gehen und es auf das Thema Planung übertragen. Zum Beispiel alles im Vorhinein fertig planen und ausdenken. (Wasserfallen). Als Beispiel hier mal ein Softwareprojekt. Dort legt man fest, wie welches Fenster aussieht, welche Funktion was macht. Man hat also das „Was“, die äußere Schale perfekt definiert. 

 

Nun geht man in die Entwicklung und stellt fest, es braucht länger oder man erfüllt nicht das eigentliche Ziel. Ich denke, das haben die meisten sicherlich auch schon erlebt. 

Warum ist das so? Es gibt sicherlich viele Gründe, ich möchte hier aber wieder den Link zu Sinek herstellen. Ein Produkt findet man klasse, weil es eine Lösung zu einem konkreten Problem bietet. Nicht zwangsweise, weil es alle Funktionen erfüllt. 

Im Fall von Projekt oder Produktmanagement (ja das sind zwei unterschiedliche Felder, es gibt aber meiner Meinung auch ein paar Gemeinsamkeiten) muss man nach dem Warum fragen, wenn man weiter kommen möchte. Man muss den Status Quo hinterfragen und das eigentliche Problem verstehen. Dadurch kann man sein Warum definieren und folglich viel zielgerichteter arbeiten. 

 

Ich möchte euch ermutigen, nächste Woche mal ein Arbeitspaket oder Feature mit dem „Warum“ zu hinterfragen. Macht euch klar, warum man es benötigt und leitet dann ab, wie ihr es am besten macht. 

 

Eine gute Woche

Alkly

 

 

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