Lean Startup Teil 1- Business Ideen umsetzen

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Handskizze von einem Haus, manche werden es vermutlich erkennen.

Guten Tag liebe Blogfreunde,

 

heute beginne ich eine dreiteilige Serie über ein sehr spannendes Buch namens Lean Startup

Dieser Post heute ist für Personen, die Ideen haben und diese umsetzen. Das kann natürlich für Leute sein, die gerade ein Startup gründen aber auch Personen, die in der (Software)Entwicklung oder im Management bei Unternehmen tätig sind.

 

Der Begriff "Lean" ist sicherlich einigen bekannt. Der Autor hat sich an der Lean-Management-Methode inspiriert, z.B. die Verschwendung zu minimieren, kurze Durchlaufzeiten, etc. 

Der Autor Eric Ries verbindet mit seinem "Lean Startup" Ansatz dabei diesen Lean Gedanken mit der Agiler Entwicklung. Klingt für mich nach einer spannenden Methode, auf die ich hier weiter eingehen möchte. 

 

Auf diese Punkte gehe ich in diesem Blogpost ein:

  • Entrepreneurship gibt es überall. Egal ob man ein Gründer oder nur Mitarbeiter ist.
  • Entrepreneurship ist in erster Linie Management.
  • Das Startup/die Idee muss durch bestätigendes Lernen geprüft werden und für sich ein nachhaltiges Geschäftsmodell entwickeln. Zum Beispiel können durch regelmäßige Experimente und Tests Ungewissheiten geklärt werden. 
  • Das Startup/die Idee durchläuft immer und möglichst oft den Zyklus: Build, Measure, Learn. Also etwas Bauen, Messen wie es beim Kunden ankommt und dann daraus lernen und an der Idee feilen. 

 

Der Autor hat selber einige Startups im Silicon Valley gegründet und berichtet immer wieder von seinen Erkenntnissen davon. Mit Startup ist hierbei ein menschliches Zusammentun, das ein Produkt oder Dienstleistung bei ungewissen Randbedingungen entwickelt. Egal wie groß oder klein das Startup ist (Teil eines Konzerns oder eine Neugründung).

 

Er erzählt von unzähligen genialen Startups, die er scheitern gesehen hat. Oftmals, weil es seiner Meinung nach an einer Toolbox für Startups fehlt. Entweder haben Startups komplett keine Prozesse oder Hierarchien und enden im Chaos oder nutzen klassische Managementmethoden, die zu viel Overhead erzeugen. Vor lauter Bürokratie können diese dann keine Ideen schnell umsetzen. Mit diesem Buch möchte er für beide Extreme eine Antwort liefern.   

 

Das erste Problem der Ungewissheit. Startups haben meistens sehr ungewisse Randbedingungen. Dadurch sind sie verpflichtet, schnell und viel zu lernen und sich anzupassen. Das hilft dann dabei die Ungewissheiten etwas einschränken zu können und sich seiner Sache sicherer zu werden. 

 

Die Frage ist immer: Bringt die neue Funktion/Idee/Produkt wirklich einen Mehrwert für den Kunden? Und gibt es wirklich einen Markt für diese Funktion/Idee/Produkt? 

Das Lernen erfolgt dabei erstmal nach dem wissenschaftlichen Ansatz: Man stellt eine Hypothese auf und beschreibt wie man sich das Ergebnis vorstellt. Zum Beispiel habe ich eine Idee für ein Produkt und denke, jeder der die Idee hört, möchte das Produkt sofort kaufen.

Dann testet man seine Idee und beobachtet, wie Personen darauf reagieren. Das kann man beispielsweise durch eine spezifische Google Ads Werbekampagne testen und messen, wie oft ein Banner geklickt wird. Durch ein bestimmtes Verhalten / Ausgang, (Anzahl Klicks), kann man ableiten, ob seine Hypothese richtig ist. Dazu mehr im übernächsten Post.

 

Die Hauptaussage ist, möglichst früh mit seiner Idee auf den Markt zu gehen. Man erstellt einen einfachen Prototyp (MVP) und verkauft es am besten schon an zahlende Kunden. 

Das klingt sehr waghalsig, vor allem in Deutschland wo man alles bis ins letzte Detail erstmal geplant und abgesichert haben möchte. Warum schlägt der Autor so eine vielleicht naive oder unprofessionelle Methode vor?

Der Grund ist einfach. Durch das schnelle "auf den Markt bringen" erhält man sehr schnell Feedback, ob die Idee in die richtige Richtung geht. Natürlich ohne, dass man Millionen an Entwicklungsaufwand reingesteckt hat. Stellt sich in so einer frühen Phase schon raus, dass kein Kunde nur irgendein Interesse dafür hat, muss man nochmal an seiner Idee feilen. Vermutlich gibt es unzählige Startups und Produkte von Großkonzernen, die am Ende keiner gekauft hat, obwohl sehr viel Aufwand in die Entwicklung reingesteckt wurde. 

 

Warum ist das so? Zu Beginn hinter jedem Startup steckt ja erstmal eine Idee. Eine/mehrere Personen denken, dass sie eine Idee haben, um ein Problem zu lösen. Erstmal ist das eine These, die sich auf Behauptungen beruft. Sprich, man handelt in kompletter Unsicherheit über den Erfolg und hat keine Gewissheit, ob überhaupt jemand die Idee benötigt und das Problem lösen möchte.

Der Gedanke vom "Lean Startup" ist, möglichst schnell diese Behauptung zu validieren und bei Bedarf anzupassen. Das heißt nicht immer seine Vision über Bord zu werfen, sondern die abgeleitete Idee aus der Vision anzupassen. Vielleicht heißt es auch nur, dass ein kleineres Feature angepasst werden muss. Das Ganze sollte nun sehr früh und sehr regelmäßig geschehen. 

 

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Skizze für den Bauen-Messen-Lernen-Kreislauf.

Dazu gibt es den "Bauen, Messen, Lernen" Kreislauf. Alle Leser, die Berührungspunkte mit Qualitätsmanagement, konkreter PDCA (Plan Do Check Act) gehabt haben, werden sicherlich mit dem Grundprinzip vertraut sein. Das Prinzip PDCA wird hierbei nur auf eine Produktidee angewandt. 

 

Dieser "Bauen Messen Lernen" Kreislauf besagt, dass wir möglichst schnell unsere Idee bauen sollten. Wie man möglichst schnell eine Idee "baut", erkläre ich im nächsten Blogbeitrag. Dann testen wir unsere Idee und messen, wie sie ankommt. Durch möglichst quantitative Messdaten versucht man etwas zu lernen oder ein Trend abzuleiten.  Ziel sollte es sein, sein Feature oder auch seine große Vision immer wieder diesem Kreislauf zu unterziehen und immer besser zu werden.

 

 

Im Nächsten Blogeintrag gehe ich auf den ersten Schritt (das Bauen) ein. Konkret mit dem Ansatz des Minimum Viable Products (MVP).

Falls ihr Fragen oder Ideen zu diesem Thema habt, schreibt es in die Kommentare, eine Email oder in Facebook. 

Wenn euch das Thema sehr interessiert, kauft euch das Buch: Lean Startup.

 

Eine gute Woche,

Alkly

  

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