10 Mal Mehr vs 10% Mehr

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Ein interpretierter Ausblick über Reichenbach Fils 16/17

Hallo liebe Blogfreunde,

ich wünsche euch alles ein Frohes Neues Jahr 2017! 

Im neuen Jahr macht man sich ja immer verschiedene Vorsätze und Ziele.

Dies ist jetzt kein klassischer Blog Eintrag mit "Setzte dir diese Ziele so und so und alles wird gut" sondern er soll eine Anregung geben. 

 

Auf meiner Recherche für den Design Sprint (letzter Blogeintrag) bin ich auf die Google Ventures Seite gestoßen. (Google Ventures investiert und unterstützt verschiedene Startups z.B. Uber, Slack, etc.) 

Sehr Spannend ist dabei ein Vortrag über Produktivitätssteigerungen & Ziele. Ich möchte euch anhand des dort genannten Beispiele ( https://library.gv.com/10x-not-10-34ba4eb91130#.xj1z5juc2 ) den Ansatz erklären. 

Jeder kennt bestimmt noch die alten Filmkameras. Für analoge Filmkameras benötigt man natürlich für jedes Bild ein Objekt, auf dem das Bild "gespeichert" wird. -> Der Fotofilm. Ganz groß im Rennen war damals Kodak. Man nannte sie damals das Google ihrer Zeit. 

Wirtschaftliche Kennzahlen waren wohl eine 80 % Gewinnmarge, fast 90 % Marktanteil in den US für Filme und 85 % für Filmkameras. Ziemlich atemberaubende Zahlen. (Q http://www.economist.com/node/21542796

 

Schaut man jetzt in das noch junge Jahr 2017, stellt man fest, dass wir sehr viele / alle Bilder mit einem Gerät macht und speichern, das nicht von Kodak ist. Ihr wisst alle, von was ich rede.

 

Was ich sehr spannend finde ist, dass die erste tragbare Digitalkamera von einem Kodak Ingenieur entwickelt worden ist! (https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalkamera)  Man sagt, dass wohl damals das Kodak Management die Idee nicht richtig aktiv mittragen wollte, aufgrund der Angst, dass sie ihren Marktanteil selbst senken. Somit weniger Umsatz & Gewinn.

Nur wenn man jetzt auf Kodak schaut, existiert es kaum noch. Es hat nach 2000der Jahren massiv an Umsatz eingebüßt hat. Sprich die Entscheidung nur langsam auf Digital zu setzten war im Nachhinein betrachtet das aus für Kodak. Heute werden vermutlich mehrere Milliarden Fotos Täglich gemacht!

 

Wir können wir jetzt im Jahr 2017 davon lernen?

Die Hauptthese des Vortrages ist, dass wir nicht versuchen sollen, jedes Jahr uns um 10% zu steigern sondern um das 10-Fache! Das klingt erstmal sehr provokant und übertrieben, ich finde jedoch die Argumentation interessant. 

Warum? Wenn wir einen 10% Weg suchen, verhalten wir uns so wie z.B. Kodak. Auch wenn das Beispiel das Ganze etwas vereinfacht. Wir schauen was mit unserem immer gleichen Vorgehen möglich ist. Wir verlassen nicht unseren Pfad sondern folgen ihm immer weiter.

Wenn wir jetzt für das 10-Fache aus sind, müssen wir anders denken. Unser Mindset muss sich ändern!

Der Autor des Artikels motiviert dabei auch, dass wir Fehler machen müssen und dürfen. 

Denn durch Fehler lernen wir sehr viel, wenn wir diese natürlich auswerten und nächstes besser machen. Es ist ganz klar, dass wenn man den 10-Fachen Ansatz verfolgt, begibt man sich auf einem ganz anderen Weg, der viel unsicherer und unbekannter ist. Somit muss ein Fehlschlag auch eine Option auf diesem Weg sein.

Wie kommen wir zu dem 10-fachen Weg und wie setzten wir ihn dann um?

  1. Schaut nach aktuellen (technologischen) Trends und Ideen um Das ist zumindest ein erster Indikator, wohin die Reise gehen kann. (Beispiel Amazon, in den Gründerjahren setzten sie voll auf das Internet und verkauften nur Bücher. Heute gibt es x Millionen mehr Internet Nutzer und noch immer wächst und wächst Amazon) Das lässt sich auch auf persönliche Prozesse oder Ideen übertragen in verschiedene Lebensbereiche. 
  2. Lasst euch nicht von Einschränkungen aufhalten, sondern sucht einen Weg sie zu umgehen. Beispiel: Um Google zu nutzen benötigen die User(=Kunden) Internet. Viele Nutzer Weltweit haben kein Internet. Das ist für Google kein Limit, sie starten einfach ihre Wifi Wetterbalone (https://x.company/loon/
  3. Wir benötigen Daten, die unsere Ideen bestätigen. Sprich sehr früh Feldtests mit der Idee machen. Ihr erinnert euch vielleicht an meinen letzten Eintrag über den Design Sprint, das ist genau der Ansatz. Erprobt eine Idee mit Personen aus einer potentiellen Zielgruppe und verlasst euch nicht nur auf eine Meinung von einer Person. 
  4. Das Ziel muss sein nicht den Aufwand von einer Idee zu betrachten, sondern sich am Nutzen zu orientieren. Was ist der Nutzen meiner neuen Idee? Was bringt es meinem Nutzer? Wir müssen die Frage beantworten, was wir erreichen wollen. ( Ich lese gerade ein Buch über Lean Startup, werde euch mehr davon berichten)

Obwohl die Gedanken des Vortrages sich an Produktmanager richten lassen sich die Ideen auch auf das private Leben übertragen. 

 

Also macht euch Gedanken:

Wo wollt ihr den 10-Fachen Weg gehen. Wie können eure Ziele dann aussehen?

Und wo könnt ihr an eurem Arbeitsplatz so etwas mal umsetzten und vielleicht ein bestehendes Vorgehen durch eine neue bessere, andere Idee ersetzten? Ich ermutige euch das dieses Jahr umzusetzen. 

Schreibt es gern in die Kommentare wenn ihr dazu Ideen oder Anregungen habt. 

 

Quelle mit mehr Infos und weiteren Quellen: 

https://library.gv.com/10x-not-10-34ba4eb91130#.a4hveejba

 

 

Viele Grüße und einen guten Jahresstart

Alkly

 

 

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